Liebe Mitglieder und Freunde der Christengemeinschaft!

Mit diesem Schreiben sende ich Ihnen die Worte eines Priesterfreundes (Tom Tritschel, Bochum) über die Kommunion:

Im Zentrum unseres sakramentalen Wirkens in der Christengemeinschaft steht das Sich-Verbinden – die Kommunion – mit dem Auferstandenen Christus. Dieser entfaltet seine Wirksamkeit in uns und in der Welt. Er wird schöpferisch in unserem Denken, Fühlen und Handeln. Er ist der Creator in uns – Christus in uns. In allen Schichten unserer Wesenheit ist die Verbindung möglich – geistig, seelisch, in den Lebenskräften und auch physisch-stofflich – im einzelnen Menschen und auch in unserem Gemeinschaftswesen als Gemeinde.

Dies ist ein innerer Vorgang, der sich zu einer noch größeren äußeren Kommunion aufschwingt – dem Sich-Einen mit dem Werden der Welt. Der Einzelne und die Gemeinde stellen sich damit dienend dem größtmöglichen Zusammenhang zur Verfügung – der Evolution der gesamten Schöpfung.

Es hilft vielleicht, einmal eingeschlichene Begriffe zu klären. Wenn der Priester am Altar die Kommunion auch physisch-stofflich mit Brot und Wein vollzieht, so vollzieht er sie immer im Auftrag und für die Gemeinde, d.h. dies ist die Gemeindekommunion und nicht, wie manchmal fälschlich so bezeichnet, die Priesterkommunion. Wenn der Priester als einzelner im obigen Sinne kommunizieren will, dann steht er wie jeder andere Mensch an der Kommunionsstufe und nimmt die Kommunion von einem Priesterkollegen entgegen. Und diese Kommunion des einzelnen Menschen ist eben nicht die – oft so genannte – Gemeindekommunion, sondern das ist eine individuelle Kommunion.
Nun war durch die uns auferlegten Maßnahmen für eine Zeit diese eine Form des Kommunizierens ausgesetzt, was wir bedauern. So wird nun im Zuge der Lockerung der Einschränkungen diese Form bald wieder möglich sein, selbstverständlich mit großer Vorsicht.

Ich bitte Sie herzlich in großer Verantwortung für die Gesundheit – der eigenen, aber vor allem der der anderen Gemeindeglieder – die Notwendigkeit zu prüfen und entsprechend zu handeln.
Des Weiteren bedanke ich mich sehr für Ihre Bereitschaft und Offenheit, die wöchentlichen Änderungen mitzutragen.

Herzliche Grüße

Ihre Anna Hofer

Beilagen:

PS: Die Voranmeldungen zur Menschenweihehandlung an den Sonntagen und Feiertagen ist organisatorisch relativ aufwendig und für uns alle wenig erfreulich. Ich möchte Sie an dieser Stelle daran erinnern, dass wir dies letztlich nur tun, weil wir weniger Plätze zur Verfügung haben. Bitte melden Sie sich deshalb bis spätestens um 18:00 Uhr am Vortag bei Frau Schubert: Tel. 0157 73 17 96 48 Danke.

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