Markus 16, 1 – 18, 12. April 2020 in der Übersetzung von Johannes Lauten

Als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und die Maria des Jakobus und Salome Balsam und gingen zum Grabe, um ihn zu salben. Und in der ersten Morgenfrühe des ersten Tages der Woche kamen sie zu dem Grabe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein vom Eingang zum Grabe nehmen? Und sie schauten auf und sahen, dass der Stein schon zur Seite gerollte war; und der Stein war sehr groß. Und da sie in die Grabeskammer eintragen, sahen sie zur Rechten einen Jüngling in leuchtend weißem Gewand sitzen. Ein großer Schrecken durchzuckte sie, und ihre Seelen waren wie entrückt. Doch der Jüngling sprach zu ihnen: Bleibet hier! Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Eri ist auferstanden! Er ist nicht hier! Seht den Ort, wohin sie seinen Leib gelegt hatten. Ihr aber geht zu seinen Jüngern und auch zu Petrus und sagt ihnen: Er geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen; denn so hat er es euch gesagt.

Und sie kamen heraus und flohen von dem Grabe, denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sprachen mit niemandem, denn sie fürchteten sich.

Als er auferstanden war am ersten Tag nach dem Sabbat, erschien er zuerst Maria aus Magdala, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie machte sich auf den Weg und brachte die Kunde denen, die mit ihm gewesen waren, die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr geschaut worden, glaubten sie es nicht. Danach erschien er zweien von ihnen in einer anderen Gestalt, als sie unterwegs über Land waren. Auch diese gingen und brachten die Botschaft den Übrigen, doch auch zu ihnen hatten sie kein Vertrauen.

Später, als sie zusammensaßen, erschien er den Elfen und tadelte ihren Unglauben und die Verhärtung ihrer Herzen, dass die denen nicht geglaubt hatten, die ihn geschaut hatten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in die ganze Welt und verkündet das Gotteswort der ganzen Schöpfung. Wer vertrauen fasste und die Taufe empfing, wird gerettet werden. Wer ungläubig bleibt, wird der Verurteilung verfallen.

Geisteszeichen werden diejenigen begleiten, welche die Glaubenskraft im Herzen tragen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben. In neuen Sprachen werden sie sprechen. Mit ihren Händen werden sie Schlangen aufrichten. Wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Den Kranken werden sie die Hände auflegen, und es wird hilfreich sein.

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