{"id":2321,"date":"2020-04-04T18:56:39","date_gmt":"2020-04-04T16:56:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cg-koeln-ost.de\/start\/?p=2321"},"modified":"2020-04-04T19:12:08","modified_gmt":"2020-04-04T17:12:08","slug":"passion-ereignisse-aus-dem-johannes-evangelium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cg-koeln-ost.de\/start\/?p=2321","title":{"rendered":"Passion Ereignisse aus dem Johannes Evangelium"},"content":{"rendered":"\n<p>Aus der \u00dcbersetzung von Emil Bock<\/p>\n\n\n\n<p>Kap. 18 <em>Gefangennahme<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach diesen Worten verlie\u00df Jesus mit seinen J\u00fcngern das\nHaus und \u00fcberquerte den tosenden Kidronbach. Auf\ndem anderen Ufer war ein Garten. In diesen Garten trat er mit seinen J\u00fcngern ein. Diesen Ort kannte auch Judas, der ihn\nverriet; denn\noftmals hatte Jesus seine J\u00fcnger dort um sich versammelt.\nSo nahm denn Judas eine Abteilung von der r\u00f6mischen Kohorte und dazu einige von\nden Dienern der Hohenpriester und der\nPharis\u00e4er und kam an mit Fackeln und Laternen\nund mit Waffen. Jesus nahm im Geiste alles wahr, was ihm\nbevorstand, und so trat er heraus und sprach zu ihnen:\n<strong><em>Wen\nsuchet ihr?<\/em><\/strong>Sie antworteten: <em>Jesus von<\/em><em> Nazareth.<\/em> Er sprach: <strong><em>Ich Bin es! <\/em><\/strong>Bei ihnen stand auch\nJudas, der ihn verriet. Als er nun zu ihnen\nsprach: Ich bin&#8217;s, fuhren sie zur\u00fcck und st\u00fcrzten zu Boden. Und noch einmal\nfragte er sie: <strong><em>Wen suchet ihr?<\/em><\/strong> Sie antworteten wieder: <em>Jesus<\/em><em> von Nazareth.<\/em>\nUnd Jesus sprach: <strong><em>Ich sagte es<\/em><\/strong><strong><em> euch: Ich Bin es. Wenn\nihr mich sucht, so la\u00dft diese ihrer Wege\ngehen. Es sollte sich das Wort erf\u00fcllen, das er gesprochen hatte: Von denen,\ndie du mir gegeben hast, lasse ich nicht\neinen einzigen verlorengehen.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Simon Petrus besa\u00df ein\nSchwert. Das z\u00fcckte er und schlug damit\nauf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name dieses Dieners war Malchus.\nDa sprach Jesus zu Petrus: <strong><em>Stecke dein Schwert in die\nScheide!<\/em><\/strong><strong><em> Soll ich den\nKelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?<\/em><\/strong> Da ergriffen sie\nJesus, die\nSoldaten und der Befehlshaber und die Diener\nder Juden, und fesselten ihn und f\u00fchrten ihn zuerst\nzu Hannas. Dieser war der Schwiegervater des Kajaphas, der in diesem Jahre das Amt des Hohenpriesters innehatte.\nKajaphas war es gewesen, der den Juden den\nRat gegeben hatte, es sei gut, wenn ein Mensch f\u00fcr das Volk st\u00fcrbe.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verleugnung des Petrus<\/em><em> und Anklage vor dem Hohenpriester <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es folgten Jesus nach Simon\nPetrus und ein anderer J\u00fcnger. Dieser\nJ\u00fcnger war ein Bekannter des Hohenpriesters und ging\nmit Jesus hinein in die Halle des hohenpriesterlichen\nHauses. Petrus stand drau\u00dfen vor dem Tor. Da ging der andere\nJ\u00fcnger, der Bekannte des Hohenpriesters, und sprach\nmit der T\u00fcrh\u00fcterin und f\u00fchrte Petrus hinein. Da\nsprach die Magd, die das Tor h\u00fctete, zu\nPetrus: <em>Geh\u00f6rst du nicht auch<\/em><em> zu den J\u00fcngern\ndieses Menschen?<\/em> Er antwortete: <em>Ich bin es<\/em><em> nicht.<\/em>\nDort standen die Knechte und Diener umher und hatten, um sich zu w\u00e4rmen, ein\nKohlenfeuer gemacht, denn es war kalt. Zu\nihnen stellte sich Petrus und w\u00e4rmte sich. <\/p>\n\n\n\n<p>Unterdes fragte der\nHohepriester Jesus nach seinen J\u00fcngern und nach seiner Lehre. Jesus antwortete\nihm: <strong><em>Ich\nhabe<\/em><\/strong><strong><em> \u00f6ffentlich vor aller Welt gesprochen.\nAllezeit habe ich in der Synagoge und\nim <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Tempel gelehrt, wo\nalle Juden<\/em><\/strong><strong><em> zusammenkommen.\nIch habe nichts im Geheimen verk\u00fcndigt. Warum fragst\ndu mich? Frage doch die, die geh\u00f6rt haben, was ich zu ihnen sprach. Siehe, sie wissen, was ich, ganz aus mir\nheraus, verk\u00fcndigt habe.<\/em><\/strong> Als er das sagte, gab einer der dabeistehen den Diener Jesus\neinen Backenstreich und sprach: <em>Wagst du<\/em><em> es,\ndem Hohenpriester so zu antworten?<\/em> Jesus sprach zu ihm: <strong><em>Habe\nich unrecht geredet, so beweise, da\u00df\nes unrecht war. Habe\nich aber richtig geredet, warum schl\u00e4gst du mich denn?<\/em><\/strong> Da schickte ihn Hannas gefesselt vor den Hohenpriester\nKajaphas.<\/p>\n\n\n\n<p>Simon Petrus stand noch da und\nw\u00e4rmte sich. Und sie sprachen zu\nihm: <em>Geh\u00f6rst du nicht<\/em><em> auch zu seinen J\u00fcngern?<\/em> Er\nverneinte es und sprach: <em>Ich bin&#8217;s nicht.<\/em> Da sprach einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgeschlagen hatte: <em>Habe ich dich nicht<\/em><em> im Garten bei\nihm gesehen?<\/em> Wieder verneinte Petrus,\nund in diesem Augenblicke kr\u00e4hte der Hahn.\n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Verhandlung<\/em><em>\nvor Pilatus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Von Kajaphas f\u00fchrten sie Jesus\nin das r\u00f6mische Gerichtshaus. Es war in der ersten Morgenfr\u00fche. Sie gingen\nselbst nicht mit hinein in\ndas Gerichtshaus, um sich nicht zu verunreinigen, sondern das Passah essen zu\nk\u00f6nnen. So trat Pilatus zu ihnen heraus und sprach: <em>Welche Anklage bringt ihr gegen<\/em><em> diesen Menschen vor? <\/em>Sie antworteten: <em>W\u00e4re\ner nicht ein \u00dcbelt\u00e4ter, so h\u00e4tten wir ihn nicht zu dir gebracht.<\/em> Da sprach\nPilatus zu ihnen:&nbsp; <em>Nehmet ihn selbst und haltet \u00fcber ihn<\/em><em> Gericht nach eurem Gesetz.<\/em> Die Juden aber sprachen: <em>Wir<\/em><em> haben keine Vollmacht, einen Menschen zu t\u00f6ten.<\/em> Es sollte sich das Wort Jesu erf\u00fcllen, als er auf die\nArt des Todes deutete, der ihm bevorstand. Da ging Pilatus wieder in das Innere\ndes Gerichtshauses, rief Jesus herbei und sprach zu ihm: <em>Bist du der K\u00f6nig der Juden?<\/em> Jesus antwortete: <strong><em>Sagst du<\/em><\/strong><strong><em> das\naus dir selber, oder haben dir das andere \u00fcber mich gesagt? <\/em><\/strong>Pilatus\nsprach: <em>Bin ich denn selbst ein Jude?\nDein<\/em><em> eigenes\nVolk und die Hohenpriester haben dich mir \u00fcbergeben. Was hast du getan? <\/em>Jesus antwortete:\n<strong><em>Mein Reich ist nicht\nvon dieser Welt. W\u00e4re mein Reich von dieser Welt, so h\u00e4tten meine Diener f\u00fcr mich gek\u00e4mpft und h\u00e4tten mich\nnicht in die H\u00e4nde der Juden fallen lassen. Aber\nmein Reich ist nicht von hier.<\/em><\/strong> Da fragte Pilatus: <em>Bist\ndu<\/em><em> denn\nein K\u00f6nig? &nbsp;<\/em>Jesus\nerwiderte: <strong><em>Du mu\u00dft\nes sagen, ob ich ein K\u00f6nig bin. Ich bin in\ndie irdische Welt zur Geburt herabgestiegen, um f\u00fcr die Wahrheit zu zeugen. Jeder, der aus der Welt Wahrheit stammt, h\u00f6rt meine Stimme.<\/em><\/strong> Da sprach Pilatus zu ihm: <em>Was Ist Wahrheit?<\/em> Und als er das gesagt hatte, trat er wieder\nheraus zu den Juden und sprach zu ihnen: <em>Ich\nfinde keine Schuld<\/em><em> an ihm. Nun herrscht\naber doch bei euch der Brauch, da\u00df ich euch zum Passahfest einen Gefangenen\nfreigebe. Wenn ihr wollt, so gebe ich euch\nden K\u00f6nig der Juden frei.<\/em> Aber sie schrien\nzur\u00fcck: <em>Nicht diesen, sondern Barabbas!<\/em>\nBarabbas aber war ein M\u00f6rder. <\/p>\n\n\n\n<p>Kap. 19 <em>Dornenkr\u00f6nung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Da nahm Pilatus Jesus und lie\u00df\nihn gei\u00dfeln. Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie\nihm auf das Haupt und legten ihm einen Purpurmantel um, schritten\nauf ihn zu und sprachen: <em>Heil dir, K\u00f6nig der Juden!<\/em> Und sie schlugen\nihm ins Gesicht. Und von neuem trat Pilatus hervor und sprach zu ihnen: <em>Seht,\nso f\u00fchre ich ihn zu euch heraus,<\/em><em>\ndamit ihr erkennt, da\u00df ich keine Schuld an ihm finde.<\/em> Und Jesus kam heraus,\ndie Dornenkrone und den Purpurmantel tragend.\nUnd er sprach zu ihnen: <em>Siehe, das ist der Mensch.<\/em> Als\nihn die Hohenpriester und die Tempeldiener\nsahen, schrien\nsie laut: Kreuzige, kreuzige ihn! Da sprach Pilatus zu ihnen: Nehmet ihr ihn selbst und kreuzigt ihn, denn ich\nfinde keine Schuld an ihm. Da antworteten\ndie Juden: Wir haben ein Gesetz, und nach\ndem Gesetze mu\u00df er sterben, denn er hat sich\nzu einem Gottessohn gemacht. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Verurteilung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als Pilatus dieses Wort\nvernahm, erschrak er noch mehr und\nging wieder hinein\nin das Gerichtshaus und sprach zu Jesus:\n<em>Woher hast du\ndeinen Auftrag?<\/em> Aber Jesus gab ihm\nkeine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: <em>Willst du zu mir<\/em><em> nicht sprechen?\nWei\u00dft du nicht, da\u00df ich Vollmacht habe, dich zu\nbefreien, und auch, dich ans Kreuz zu schlagen?<\/em> Jesus antwortete: <strong><em>Du h\u00e4ttest keine Macht \u00fcber mich, w\u00e4re sie\ndir nicht<\/em><\/strong><strong><em> von einem\nH\u00f6heren gegeben. Darum f\u00e4llt die schwerere Schicksalslast\nauf den, der mich dir \u00fcberantwortet hat.<\/em><\/strong>\nDaraufhin versuchte Pilatus ihn freizulassen. Die Juden aber schrien: <em>Wenn du\nihn freil\u00e4\u00dft, so bist du des C\u00e4sars Freund<\/em><em> nicht mehr. Denn jeder, der sich selbst\nzum K\u00f6nige macht, widerstreitet dem C\u00e4sar.<\/em> Als er diese Worte geh\u00f6rt hatte, f\u00fchrte Pilatus Jesus heraus und setzte sich auf den\nRichterstuhl an der St\u00e4tte, die man das Steinpflaster nannte, auf hebr\u00e4isch Gabbatha. Es war am R\u00fcsttage des Passahfestes um\ndie Mittagsstunde. Und er sprach zu den Juden: <em>Seht, das ist<\/em><em> euer K\u00f6nig.<\/em> Jene aber schrien: <em>Weg\nmit ihm, weg mit ihm,<\/em><em> kreuzige ihn!<\/em>\nPilatus fragte: <em>Soll ich euren K\u00f6nig\nkreuzigen?<\/em> Und die Hohenpriester\nantworteten: <em>Wir haben keinen<\/em><em> K\u00f6nig au\u00dfer dem\nC\u00e4sar.<\/em> Da gab er ihnen Jesus preis zur\nKreuzigung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kreuzigung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und sie griffen Jesus, und er\ntrug das Kreuz hinaus zur Sch\u00e4del-St\u00e4tte,\nauf hebr\u00e4isch Golgotha. Dort kreuzigten sie ihn\nund mit ihm zwei andere, den einen auf der einen, den andern auf der andern Seite, Jesus aber in der Mitte.\nPilatus hatte eine Aufschrift geschrieben\nund heftete sie an das Kreuz. Darauf stand:\nJESUS VON NAZARETH, DER K\u00d6NIG DER JUDEN. Diese\nAufschrift lasen viele Juden, denn die St\u00e4tte, wo Jesus gekreuzigt wurde, lag\nnahe bei der Stadt. Die Aufschrift war in hebr\u00e4ischer, lateinischer und\ngriechischer Sprache geschrieben. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu\nPilatus: <em>Schreibe\nnicht \u00bbder K\u00f6nig<\/em><em> der Juden\u00ab, sondern\n\u00bbjener sprach: Ich bin der K\u00f6nig der Juden\u00ab.<\/em> Pilatus aber antwortete: <em>Was ich geschrieben habe, das habe ich\ngeschrieben. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als nun die Soldaten Jesus an\ndas Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie\nseine Gew\u00e4nder und teilten sie in vier Teile und\ngaben jedem Soldaten einen Teil. Dann nahmen sie auch den Mantel. Dieser <\/p>\n\n\n\n<p>Mantel war ungen\u00e4ht, von oben\nbis unten aus einem St\u00fcck gewebt. Da\nsprachen sie zueinander: <em>La\u00dft uns den\nnicht zerteilen, sondern das Los werfen, wem er<\/em><em> geh\u00f6ren soll.<\/em> Es sollte sich das Wort der Schrift erf\u00fcllen: \u00bbSie\nhaben meine Kleider unter sich geteilt, und um\nmeinen Mantel haben sie das Los geworfen.\u00ab Die Soldaten nun taten dies.<\/p>\n\n\n\n<p>Es standen bei dem Kreuze Jesu\nseine Mutter und die Schwester seiner Mutter, die Maria des Kleophas, und Maria\nvon Magdala. Als nun Jesus seine Mutter dastehen\nsah und den J\u00fcnger, den er liebhatte, sprach er zu der Mutter: <strong><em>Frau,<\/em><\/strong><strong><em> siehe, das ist dein Sohn.<\/em><\/strong> Und dann sprach er zu dem J\u00fcnger: <strong><em>Siehe, das ist deine Mutter.<\/em><\/strong>\nUnd von der Stunde an nahm sie der J\u00fcnger zu\nsich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Tod<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Danach nahm Jesus im Geiste\nwahr: Alles ist\nder Weihe-Tat-Vollendung nahe, und damit das Wort der\nSchrift an sein Ziel komme, sprach er: <strong><em>Mich\nd\u00fcrstet.<\/em><\/strong> Es stand dort ein Gef\u00e4\u00df mit\nEssig. Und sie tr\u00e4nkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysopzweig\nund hielten ihn ihm an den Mund. Und als\nJesus den Essig genommen hatte, sprach er: <strong><em>Es\nist Vollbracht.<\/em><\/strong> Dann neigte er sein\nHaupt und hauchte seinen Atem aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Da es der R\u00fcsttag war, wollten\ndie Juden nicht, da\u00df die Leiber\nden Sabbat \u00fcber am Kreuze blieben, denn dieser Sabbat war ein hoher Festtag. So\nbaten sie Pilatus, man solle ihnen die Beine\nbrechen und sie vom Kreuze nehmen. So kamen\ndenn die Soldaten und brachen zuerst dem einen, dann\ndem andern Mitgekreuzigten die Beine. Als sie zu Jesus kamen und sahen, da\u00df er schon gestorben war, brachen sie\nihm die Beine nicht. Einer aber von den Soldaten\nstie\u00df mit der Lanze in seine Seite, und\nsogleich flo\u00df Blut und Wasser heraus. Das\nhat der, der es sah, selber bezeugt, und sein Zeugnis\nist wahr. Und er wei\u00df, da\u00df er die Wahrheit spricht, damit auch ihr den Weg des Glaubens findet. Das alles\ngeschah, damit sich das Wort erf\u00fcllte: \u00bbMan wird\nihm die Gebeine nicht zerbrechen\u00ab, und auch die andere Stelle der Schrift: \u00bbSchauen werden sie den, den sie durchstochen\nhaben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grablegung<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Danach kam Joseph von Arimathia zu Pilatus und bat ihn, den Leib Jesu vom Kreuze nehmen zu d\u00fcrfen. Er war ein J\u00fcnger Jesu, blieb jedoch als solcher im Verborgenen aus Furcht vor den Juden. Pilatus gab ihm die Erlaubnis. So kam er denn und nahm seinen Leib herab. Auch Nikodemus kam, der zuerst im Nachtbereich zu Jesus gekommen war, und brachte an die hundert Pfund von einer Mischung aus Myrrhe und Aloe. Und sie nahmen den Leib Jesu und banden ihn in B\u00e4nder ein, die mit Balsamgew\u00fcrzen getr\u00e4nkt waren, wie man es bei den Juden zur Grablegung zu tun pflegte. An der St\u00e4tte der Kreuzigung war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in das noch nie ein Mensch gelegt worden war. Dahinein legten sie Jesus aus R\u00fccksicht auf den R\u00fcsttag der Juden, denn das Grab war nahe. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>** Hier kann sich das Vater Unser, laut oder leise gesprochen, anf\u00fcgen.**<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der \u00dcbersetzung von Emil Bock Kap. 18 Gefangennahme Nach diesen Worten verlie\u00df Jesus mit seinen J\u00fcngern das Haus und \u00fcberquerte den tosenden Kidronbach. Auf dem anderen Ufer war ein Garten. In diesen Garten trat er mit seinen J\u00fcngern ein. 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