{"id":9,"date":"2010-10-31T19:21:07","date_gmt":"2010-10-31T19:21:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vipshooting.de\/vip\/?page_id=9"},"modified":"2012-11-19T11:33:34","modified_gmt":"2012-11-19T11:33:34","slug":"einfuhrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.cg-koeln-ost.de\/start\/?page_id=9","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<h2>Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p class=\"Stil10\"><strong>Die Christengemeinschaft \u2013 was ist sie?<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Die Christengemeinschaft versteht sich als Bewegung f\u00fcr religi\u00f6se Erneuerung. Im Mittelpunkt ihres Wirkens steht der neue Gottesdienst, die Menschenweihehandlung.<\/p>\n<p>Die Christengemeinschaft pflegt eine Weltanschauung, die in der Christus-Tat das entscheidende Ereignis der Menschheitsgeschichte sieht. Christus hat in vier Stufen sich selbst der Menschheit dargebracht: durch Lehre, Leiden, Tod und Auferstehung. So f\u00fchrt die erneuerte Messe durch Evangelium, Opferung, Wandlung und Kommunion den Menschen zu Christus.<\/p>\n<p>Ihre Entstehung verdankt die Christengemeinschaft dem Rat und der Hilfe Rudolf Steiners. Seine Geisteswissenschaft (Anthroposophie) ist die Grundlage f\u00fcr ein neues Verst\u00e4ndnis der christlichen Glaubenswahrheiten und Wegweisung zu zeitgem\u00e4\u00dfen Formen der Liturgie.<\/p>\n<p>Am 16. September 1922 wurde die Christengemein\u00adschaft in Dornach\/Schweiz begr\u00fcndet; sie ar\u00adbeitet seither als selbst\u00e4ndige christliche Kirche.<\/p>\n<p>Die Christengemeinschaft ist vor allem Sakramentsgemeinschaft, die sich durch den Vollzug von:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"Stil6\"><strong>Taufe \u2013 Konfirmation \u2013<\/strong><\/p>\n<p><strong>Menschenweihehandlung \u2013<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beichte \u2013 Sterbeweihe \u2013<\/strong><\/p>\n<p><strong>Priesterweihe \u2013 Trauung<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>immer neu erbildet.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Stil11\"><strong>Verk\u00fcndigung und Lehre<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Das ganze neue Testament \u2013 insbesondere die vier Evangelien \u2013 ist auch heute f\u00fcr ein erneuertes religi\u00f6ses Leben die Offenbarungsquelle. Allerdings bedarf es f\u00fcr das Lesen und H\u00f6ren einer besonderen Anleitung, um die gewichtigen Inhalte sachgerecht zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Dazu dienen Arbeitskreise, Vortr\u00e4ge und Seminare, die in der Gemeinde angeboten werden; au\u00dferdem gibt es eine umfangreiche Literatur.<\/p>\n<p>Ma\u00dfgebliche Aussagen \u00fcber das Wesen und Wirken und die Offenbarung der dreieinigen\/ dreifaltigen Gottheit sind im neu formulierten Glaubensbekenntnis der Christengemeinschaft enthalten.<\/p>\n<p>Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, seine Erl\u00f6sungstat durch alle Stufen bis hin zu Tod und Auferstehung, sein Fortwirken in der Heilsgeschichte, die im Menschen zum Bewusstsein gebracht wird \u2013 das alles ist seit jeher Inhalt der christlichen Verk\u00fcndigung und bleibt f\u00fcr die christliche Kirche verbindlich. Dazu will die Bewegung f\u00fcr religi\u00f6se Erneuerung auf ihre Weise beitragen.<\/p>\n<p class=\"Stil11\"><strong>Der Gottesdienst<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Das eucharistische Mahl, das Sakrament von Brot und Wein, welches in der christlichen Kirchen verschiedene Formen gefunden hat, lebt in der Menschenweihehandlung in einer neuen Gestalt. Dieser \u2013 zun\u00e4chst ungewohnte \u2013 Name will sagen: Menschentum wird erh\u00f6ht und geheiligt durch die Gottestat Christi, die im Vollzug der Messe vergegenw\u00e4rtigt wird.<\/p>\n<p>In der urbildlichen Ordnung der vier Stufen: Verk\u00fcndigung des Evangeliums, Opferung, Wandlung und Kommunion erweist sich die \u201eNeue Messe\u201c als Weg des Menschen zu Christus. Das Glaubensbekenntnis, eine kurze Predigt und das Vaterunser werden dem Vollzug des Gottesdienstes eingef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Wie der Jahreslauf der Erde in den Jahreszeiten, so ist auch das Jahr der Seele in den Festzeiten des Kirchenjahres rhythmisch gegliedert. Der Altar und die liturgischen Gew\u00e4nder erscheinen in den Farben, die den besonderen Charakter, die Stimmung des jeweiligen Festes darstellen oder aber der jeweiligen Art der gottesdienstlichen Feier zugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Elemente der Liturgie (Farben, Formen, Gew\u00e4nder usw.) lassen \u201eerscheinen\u201c, was unsichtbar sich in den Zeremonien vollzieht.<\/p>\n<p class=\"Stil11\"><strong>Sakramente<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Die sieben Sakramente werden durch den geweihten Priester zelebriert; ihre G\u00fcltigkeit beruht aber auf der aktiven Beteiligung aller Versammelten. Sie werden also nicht nur \u201egespendet\u201c und \u201eempfangen\u201c, sondern vollbracht.<\/p>\n<p>Sie haben ihren Ursprung nicht so sehr in der Begr\u00fcndung eines Rechtsanspruchs f\u00fcr das ewige Leben als vielmehr in der tats\u00e4chlichen Konstitution des nat\u00fcrlichen (sterblichen) Menschen (= S\u00fcndenfall), die nach einem \u00c4quivalent f\u00fcr den Bereich des geistigen Daseins verlangt (= Heilserwartung).<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"Stil6\">So geh\u00f6rt<\/p>\n<p><strong>im individuellen Leben<\/strong><\/p>\n<p>zur Geburt . . . . . . . . . . . .. . . . die Taufe<\/p>\n<p>zur Erdenreife . . . . . . . . . . . . . die Konfirmation<\/p>\n<p>zur allgemeinen<\/p>\n<p>S\u00fcndenkrankheit. . . . . . . . . . . . die Kommunion<\/p>\n<p>zur pers\u00f6nlichen<\/p>\n<p>Verfehlung . . . . . . . . . . . . . . . . die Beichte<\/p>\n<p>zum Tode . . . . . . . . . . . . . . . . . die Sterbeweihe<\/p>\n<p><strong>im sozialen Lebe<\/strong>n<\/p>\n<p>zur Weltlichkeit . . . . . . . . . . . . .\u2002(die Geistverbindung) = die Priesterweihe<\/p>\n<p>zur Polarit\u00e4t des<\/p>\n<p>M\u00e4nnlich-Weiblichen . . . . . . . . . . die Ehe.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Stil11\"><strong>Mitgliedschaft<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Mit der Taufe werden die Kinder in die Gemeinde aufgenommen (Sakramentsgemeinschaft). Was sie als sakramentalen Segen empfangen, wird im Jugendalter durch die Konfirmation best\u00e4tigt und best\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Mitgliedschaft im Sinne eines bewussten Bekenntnisses (Bekenntnisgemeinschaft) bedarf aber einer ausdr\u00fccklichen Erkl\u00e4rung im Erwachsenenalter. Deshalb wird dar\u00fcber erst in dieser Lebenszeit entschieden.<\/p>\n<p>Wer die Vollmitgliedschaft anstrebt \u2013 gleichviel ob er in der Christengemeinschaft getauft und konfirmiert ist oder neu hinzukommt \u2013 kann sich ohne weitere Voraussetzung am sakramentalen Leben der Gemeinde beteiligen, bis er die tats\u00e4chliche Verbindlichkeit f\u00fcr sich selber wahrnimmt.<\/p>\n<p>Dann ist es an der Zeit, einem Priester die entsprechende Ansage zu machen; im Aufnahmegespr\u00e4ch wird die Bedeutung dieses freien Entschlusses und seiner Folgen zu kl\u00e4ren sein.<\/p>\n<p class=\"Stil11\"><strong>Religi\u00f6se Erziehung<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Der Gottesdienst f\u00fcr Kinder im Schulalter (Sonntagshandlung) wird erg\u00e4nzt durch den Religionsunterricht. Er folgt in seinem Aufbau durch die verschiedenen Lebensjahre der religi\u00f6sen Entwicklung der Menschheit. So kommen nach Mythen und Legenden die alttestamentlichen Inhalte zur Darstellung; danach nimmt das Neue Testament den gr\u00f6\u00dften Raum ein. Das Leben Jesu Christi, seine Lehre und sein Wirken sollen dem Kind vor der Konfirmation nahe gebracht werden.<\/p>\n<p>Nach der Konfirmation gilt es, eine christliche Weltanschauung zu veranlagen. Das Ziel religi\u00f6ser Unterweisung ist der freie, selbstverantwortliche Mensch, dessen sittliches Handeln aus echter Geistesgegenwart entspringt.<\/p>\n<p class=\"Stil11\"><strong>Finanzielle Grundlagen<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil6\">Seit ihrer Gr\u00fcndung wird die Christengemeinschaft durch die freiwilligen Zuwendungen ihrer Mitglieder und Freunde unterhalten. Wer ihr Wirken erm\u00f6glichen will, gibt regelm\u00e4\u00dfig (meist monatlich) einen Beitrag nach Selbsteinsch\u00e4tzung. Die Gr\u00f6\u00dfe seiner Leistung bemisst er danach, was ihm die religi\u00f6se Gemeinschaft \u201ewert\u201c ist und worauf er im privaten Bereich verzichten will und kann. \u00dcber ihren Bedarf und die Verwendung der Mittel berichtet die Gemeinde j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Einen betr\u00e4chtlichen Teil Ihrer Eink\u00fcnfte leitet die Gemeinde \u00fcber\u00f6rtlichen Organen der Christengemeinschaft zu. Diese Mittel dienen der Altersversorgung, der Priesterausbildung, der Verwaltung und der F\u00f6rderung von in Entwicklung befindlichen Gemeinden.<\/p>\n<p class=\"Stil6\"><a href=\"https:\/\/www.cg-koeln-ost.de\/start\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/cg_kurzinformation.pdf\">Die Christengemeinschaft Kurzinformation (PDF)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung Die Christengemeinschaft \u2013 was ist sie? Die Christengemeinschaft versteht sich als Bewegung f\u00fcr religi\u00f6se Erneuerung. 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