Liebe Mitglieder und Freunde
der Christengemeinschaft Gemeinde Köln-Ost!

Anbei sende ich Ihnen die Predigt zu Epiphanias und grüße Sie herzlich!

Sie erhalten auch einen kleinen Überblick, über die kommende Zeit und einen kleinen Blick auf Vergangenes.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!

Ihre
Anna Hofer

Matthäus 2, 1 – 12 – Drei Weise

in der Übersetzung von Tom Tritschel

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen die weisen Magier aus dem Morgenland nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen ihm unsere Verehrung zu erweisen. Als König Herodes das hörte, erschrak er sehr und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem im Lande Judäa; denn so lautet das Wort des Propheten: Du, Betlehem in Judäa, bist mitnichten die geringste unter den Fürsten-Städten Judas; denn aus dir wird hervorgehen der Führergeist, der Hirte meines Volkes Israel. Danach rief Herodes insgeheim die Priesterweisen zu sich und erkundete von ihnen genau die Zeit, wann der Stern zuerst erschienen war. Dann sandte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forschet sorgfältig nach dem Kinde; und wenn ihr es gefunden habt, sendet mir Nachricht, damit auch ich hingehe ihm zu huldigen. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie in seinem ersten Aufgange gesehen hatten, zog vor ihnen her und führte sie bis zu dem Ort, wo das Kindlein war; dort blieb er stehen. Beim Anblick des Sternes erfüllte sie eine große heilige Freude. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und beteten es an. Dann eröffneten sie ihre Schätze und brachten ihre Gaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Im Traum aber ward ihnen geboten, nicht zu Herodes zurückzukehren, und so zogen sie auf einem anderen Weg wieder heimwärts in ihr Land.

Predigt, 6. Januar 2021

Liebe Christengemeinschaft

Heute beginnt eine neue Zeit und vor knapp einer Woche begann auch eine neue Zeit und wiederum vor knapp einer Woche begann ebenfalls eine neue Zeit – und je weiter wir zurück gehen, wird deutlich, dass immer wieder eine neue Zeit beginnt. Manchmal sind wir froh, wenn die Zeit vorüber ist und manchmal sind wir auch traurig, dass die Zeit vergangen ist. Doch diese Zeit, die nun kommt, ist nicht dieselbe wie letztes Jahr. Sie wird nie dieselbe sein und wir werden nie dieselben Menschen sein. Etwas ändert sich und stärker denn je ändert sich gerade nicht nur der Mensch. In allen Schichten des Lebens ist deutlich, dass neue Formen und neue Impulse gefragt sind. Wie soll es weitergehen? Auf welche Weise kann es weitergehen?

Die Zeiten sind nicht in schön getrennten Schichten gelagert und reihen sich einfach weiter fort die eine nach der anderen. Die Zeiten, die wir feiern, sind Hoch-Zeiten, Erscheinungen, Offenbarungen ihrer besonderen Kräfte, sowohl in ihrem Fortgang wie auch in ihrer Dringlichkeit. Sie durchdringen sich gegenseitig und entstehen immer wieder neu in uns und durch uns.

Epiphanias, die Hohe-Zeit der Erscheinung des Herrn, ist nicht einfach ein neues Jahr und nun gehen wir wieder zurück an die Arbeit, – sie ist eine Zeit der Besinnung auf das Christuslicht in der Welt. Wir haben es erwartet – Advent. Wir haben es empfangen – Weihnachten – und nun finden wir es in der Welt – Epiphanias.

Das Licht der Weihnachtsimpulse, das Licht des neuen Jahres, das Licht in unserem Innern – erneuert und entzündet – möchte dort draussen in der Welt leuchten, möchte dahin getragen werden.

Liebe Christengemeinschaft,
lasst uns zusammen mit den Königen die Knie beugen und unser Herzenslicht der Welt schenken.

Ja, so sei es.

Gottesdienste

Ab dem 12. Januar bis zum 31. Januar findet die Menschenweihehandlung zu folgenden Zeiten statt:

Dienstag und Mittwoch   10:00 Uhr
Donnerstag                       09:00 Uhr
Freitag bis Sonntag      10:00 Uhr

Ohne Voranmeldung.

Für die Familien:

Sonntags, um 11:30 Uhr, feiern wir eine kleine

Andacht vor dem Altar mit dem Evangelium, einer Geschichte und dem Vater Unser für die gesamte Familie.

Vorblick

Vom 1. Februar bis zum 24. Februar werde ich, wenn es denn möglich ist, abwesend sein. Einerseits durch Urlaub und andererseits durch Fortbildung und die Priesterweihen in Berlin.

Während dieser Zeit wird die Menschenweihehandlung an den Donnerstagen ausfallen.

Ausfallen wird die Gemeindewerkstatt. Bitte schreiben Sie an meine Mail: anna.hofer@christengemeinschaft.org für Fragen, Anregungen und offene Themen.

Was im Programm für diese Zeit (Januar/Februar)  stand, fällt leider ebenfalls aus. (Der Vortrag von Paul-Steffen Garn und auch der Vortrag von mir.)

Ein nächstes Gemeindeprogramm wird es wahrscheinlich erst gegen Ostern geben. Bitte achten Sie auf die Schreiben, die ich Ihnen zusende. Alle wichtigen Informationen erhalten Sie über diesen Weg und so wird es die nächsten Monate noch sein.

Der Gemeindeabend am 18. März 2021 um 20 Uhr findet statt, soweit die Umstände es erlauben.

Rückblick

In der Adventszeit stand im Kircheneingang ein geschmückter Tisch, auf welchem Maria und Joseph immer ein Stückchen weiterwanderten, bis sie schließlich am 24. Dezember im Stall ankamen.

Auf diese Weise konnte eine schöne Stimmung entstehen, welche sich dann später für den Heiligabend als gerade recht entpuppte.

Denn Sie können sich vorstellen, dass durch die Umstände mit Corona, die Kreativität zurzeit ein Hoch erlebt. Wie kann ein traditioneller „Heiligabendweg“ eine andere Form bekommen?  In gemeinsamer Arbeit, Ideenbildung und Umsetzung wurde aus dem Heiligabendweg ein echter Weg, den nun nicht die Hirten gingen, sondern alle Menschen.

Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer der beiden Gemeinden und der Philia!

Die Gaben der Heiligen Drei Könige

Eine Geschichte für die Kinder von Georg Dreißig

Als das Christkind in Bethlehem geboren worden war, erschien am Himmel ein Stern, der leuchtete heller als alle anderen Sterne.

Trotzdem gab es nur wenige Menschen, die ihn sehen konnten. Denn dazu genügte es nicht, recht scharfe Augen zu haben, sondern es bedurfte eines anderen Sinnes. Nur wer die Wahrheit höher schätze als alle Reichtümer der Welt, nur wem die Liebe mehr bedeutete, als aller Ruhm und alle Ehre, nur wer Kummer und Leid des anderen Menschen so mit erlitt, als wäre es sein eigener Kummer und Leid, nur der konnte den hellen Christusstern leuchten sehen.

Nun lebten in jenen Tagen drei Könige. Der erste schätzte die Wahrheit höher als allen Reichtum der Welt. Dem zweiten bedeutete die Liebe mehr als aller Ruhm und alle Ehre. Der dritte litt den Kummer und das Leid der anderen Menschen, als wären es sein eigener Kummer und Leid. Seht ihr, diese drei Könige konnten den Christusstern leuchten sehen.

Als er ihn sah, rief der erste König: »Dieser Stern bedeutet uns, dass der Herr der Wahrheit auf Erden geboren worden ist.« Und er befahl seinen Dienern, ihm Gold zu bringen. Das wollte er dem Neugeborenen als Opfer darbringen.

Der zweite König rief: »Dieser Stern kündet uns, dass der Gott der Liebe Mensch geworden ist.« Und er ließ sich Weihrauch reichen, um ihn dem Kind zu schenken.

Der dritte König rief: »Nun ist der Stern des Heils über uns aufgegangen.« Und er nahm Myrrhe, um sie dem Heiland als seine Gabe zu bringen.

Die drei Könige folgten dem Stern, um sich von ihm zu dem neugeborenen König führen zu lassen. Auf ihrer Fahrt begegneten sie einander und reisten fortan wie Brüder miteinander. Der Stern führte sie nicht zu einem Königsschloss. Nein, über einem einfachen Haus stand er still. Die drei Könige aber wussten, dass der Stern sie an den rechten Ort geführt hatte. Denn als sie in das Haus eintraten und das Kindlein sahen, leuchtete ihnen aus den Augen dieses Kindes eine solche Klarheit entgegen, dass alle Lüge davor weichen musste, strahlte ihnen daraus solche Wärme entgegen, dass aller Hass davor vergehen musste, blickte ihnen solches Mitleid entgegen, dass alle Not davor zerbrechen musste.

Voller Freude knieten sie da nieder und beteten das Kindlein an. Der erste König brachte ihm seine Gabe: das glänzende Gold. Als er es dem Kindlein reichte, begann auf einmal die Erde zu leuchten, als wäre sie ein Kristall aus reinstem Licht und keinerlei Finsternis in ihr. Der zweite König brachte dem Kindlein seine Gabe dar: den duftenden Weihrauch. Als er ihn dem Kindlein reichte, begann die Erde zu duften, als wäre sie eine herrliche Blüte, die sich nun geöffnet habe.

Der dritte König brachte dem Kindlein seine Gabe dar: die heilende Myrrhe. Als er sie dem Kindlein reichte, begann die Erde zu tönen, als wäre sie eine Glocke, bestimmt nichts anderes zu tun, als Gottes Lob zu singen.

Als die Könige das Kindlein so beschenkt hatten, kehrten sie wieder heim in ihre Länder.

Etwas Neues in der Gemeinde

Viele von Ihnen kennen unsere Krypta. Sie liegt direkt unter dem Weiheraum und wenn es die Umstände erlauben, feiern wir in der Krypta die Menschenweihehandlung. Dies ist zurzeit leider nicht der Fall, aber wenn Sie in der Gemeinde sind, können Sie gerne die Krypta besichtigen. Denn auch sie hat seit einigen Tagen einen lilafarbenen Altarhintergrund bekommen und eines der ausgestellten Bilder von Gabriele Block hängt, ich hoffe, dass es dortbleiben kann.

Covid 19 – zu Ihrer Information

Die Gottesdienste sind ohne Voranmeldung und die Familienandacht auch. Es ist alles vorbereitet mit den Abständen und den Teilnehmerlisten, sowie den hygienischen Mitteln.

Bitte beachten Sie diese drei Dinge:
Abstand halten, Mundschutz tragen und in die Listen einschreiben. Danke.